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Ungewohnte Hoehen

An dieser Stelle moechte ich einen Absatz dem peruanischen Stadtbussystem widmen. Es hat mich nachhaltig beeindruckt. In Grossstaedten in Peru, in diesem Fall Arequipa, gibt es naemlich nichts, was dem Namen System gerecht werden koennte. Es existieren keine Fahrplaene, Linien-Nummerierungen oder Abfahrtszeiten. Anstelle von Bussen gibt es hier nur heruntergekommene Minibusse, die Kreuz und quer durch die Stadt fahren und an scheinbar wahllosen Ecken Leute aufsammeln. Anstelle eines Schildes oder einer Nummer mit Endhaltestelle gibt es Mitarbeiter, die aus der Tuer haengen und die verschiedenen Stationen zurufen, dies natuerlich in einer Geschwindigkeit und bei einem Hintergrundpegel, der fuer Auslaender jedes Wort unverstaendlich macht. Unser Plan, einen Vorort per Bus zu besuchen, ist dementsprechend auch glorreich gescheitert. Der eine Einheimische schickte uns zu einer Strassenecke und erzaehlte von einem gruen-weissen Minibus, der naechste war sich sicher es handele sich um einen blau-weissen, der an einer voellig anderen Ecke abfaehrt. Ein dritter schickte uns in die dritte Himmelsrichtung und gab den Tipp, nach einem roten Bus Ausschau zu halten. Wir gaben auf. Von mehr Erfolg gekroent war dafuer unser 3-tages Ausflug in den Colca Canyon. Nach einer langen Busfahrt ueber einen 4900m hohen Pass kamen wir morgens am Canyon an. Nach einem Besuch beim Cruz del Kondor, einem Aussichtspunkt, an dem auf Grund der Thermik besonders viele Kondore durch die Luefte gleiten, stiefelten wir in unserer kleinen Gruppe bestehend aus vier deutschen, zwei Peruanerinnen und unserem Guide los. Der erste Tag bestand aus einem Abstieg von ca. 1200 Hoehenmetern, bis wir gegen fruehen Nachmittag in unserer sehr einfachen, familiengefuehrten Unterkunft ankamen. Unsere Peruanerinnen auch - ca eineinhalb Stunden spaeter. Fuer die naechsten zwei Tage beschlossen diese dann auch, sich doch lieber Mulis zu mieten. Tag Nummer zwei bestand aus bergauf bergab durch die kleinen Doerfer im Canyon, bis wir an einem kleinen Resort ganz am untersten Ende des Canyons ankamen. Und Tag Nummer drei, ihr koennt es schon ahnen, ab fuenf Uhr morgens den ganzen Weg wieder hoch, von 2100m auf 3200m. Drei schweisstreibende Stunden spaeter standen wir gluecklich wieder am oberen Ende des Kraterrandes.Nach einer weiteren Nacht in Arequipa nahmen wir den Bus Richtung Puno, eine kleinere Stadt am See Titikaka (uebrigens ausgesprochen Titichacha) auf 4000m Hoehe. Die viel vorgewarnten Kopfschmerzen blieben zum Glueck aus. Die groesste touristische Einnahmequelle hier ist ein Besuch auf den Inseln Uros und Taquile, fuer die am Hafen unzaehlige Touristenboote bereitliegen.Uros besteht aus vielen kleinen schwimmenden Inseln, die die Einheimischen aus Erde und Schilfgras gebastelt haben, urspruenglich mal um den Eroberungen der Inkas und anderer Staemme zu entgehen. Auch heute noch leben die Einwohner sehr traditionell und ohne jeglichen Luxus, obwohl der Tourismus natuerlich die Haupteinnahmequelle geweorden ist und keine Chance ausgelassen wird, den Besuchern aus aller Welt ein wenig Geld aus der Tasche zu ziehen.Und was ist sonst noch passiert? Eine gesperrte Kreditkarte auf Grund von manipulierten Automaten, die ersten Versuche im Verhandeln auf Grund von eh voellig undurchsichtigen Preisen und das 10000. Photo von Martins Kamera. Mal schauen wie es weiter geht. Normal ist hier auf jeden Fall nichts.

12.4.16 22:39

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Iris (12.4.16 21:24)
Gott sei dank lässt Martin sich nicht davon abhalten seine Kamera fröhlich weiter zu benutzen...sehr zur Freude von mindestens einem langweiligen Deutschen.
Vielen dank für euren Bericht.
Liebe Grüße von Iris

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